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Schlacht am Trasimenischen See Artikel Lage des Trasimenischen Sees in Italien
Die Schlacht am Trasimenischen See war ein Ereignis während des Zweiten Punischen Krieges, bei dem der karthagische Feldherr Hannibal zwei römische Heere vernichtend schlug. Die Schlacht fand in dem Frühjahr 217 v. Chr. statt. Sie wurde von den antiken Schriftstellern Titus Livius und Polybios in dem Detail überliefert.
Buch-Tipp: CD WISSEN Junior - Tatort Geschichte. Verschwörung gegen Hannibal, 2 CDs Tommi Piper ist ein toller Sprecher Viele kennen Tommi Piper vielleicht noch als "Alf", aber mit diesem Hörbuch zeigt er, dass er wesentlich mehr kann. Es kommt echt gut rüber, wie er in diesem Hörbuch in verschiedene Rollen schlüpft. Es ist auch keine einfache Lesung, sondern ein Hörbuch mit ganz vielen Geräuschen und toller Musik. Eigentlich... | |
Die Punischen Kriege waren Machtkämpfe um die Vorrangstellung in dem Mittelmeerraum. Die Kontrahenten waren das Punische Reich mit seiner Hauptstadt Karthago sowie das Römische Reich, das zu diesem Zeitpunkt erst in dem Aufbau war und in erster Linie ein Bündnissystem der Stadt Rom mit umliegenden Stämmen darstellte.
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Im Verlauf des Zweiten Punischen Krieges war der karthagische General Hannibal mit einer großen Armee, die auch Elefanten mit sich führte, von Nordafrika nach der Iberischen Halbinsel (heute Spanien) übergesetzt, die damals nicht zu dem Römischen Reich gehörte. Er plante, Rom nicht mit einer Seestreitmacht, sondern mit einer Armee anzugreifen, um einen Überraschungseffekt zu erzielen. Dazu musste er nicht ca. die Iberische Halbinsel durchqueren, sondern auch die Alpen überwinden.
Hannibals Vormarsch war von den Römern aber entdeckt worden. Da Hannibal vor der Überquerung der Alpen den Winter abwarten musste, um mit Heer und Elefanten unbeschadet die Pässe nutzen zu können, hatten die Römer genügend Zeit, sich mit zwei Armeen bei den Städten Ariminium und Arretium (heute: Arezzo) so zu postieren, so dass Hannibals Streitmacht von beiden Heeren in die Zange genommen und aufgerieben werden konnte. Die beiden Heere wurden von den beiden Konsuln jenes Jahres, Gnaeus Servilius und Gaius Flaminius, angeführt.
Buch-Tipp: Das Buch GENESIS (HANNIBAL) Tolles Buch zu dem erschinglischen Preis Ich war in dem Juni beim Genesiskonzert in dem Berliner Olympiastadion,
dort hat die Band dieses Buch vorgestellt.
Da von Genesis jedes Album besitze wollte ich auch dieses Buch unbedingt
haben, ich hab es am Samstag gekauft und begann sofort mit
dem Lesen an.
Es ist ein fantastisches Buch über eine geniale Band.... |
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Durch Späher war Hannibal von dem Aufmarsch der Heere informiert. Um der gefährlichen Situation zu entgehen, überraschte er die römischen Strategen ein weiteres Mal: er überquerte die Alpen beim ersten Anzeichen von Frühling, also weit bevor die Pässe sicher waren. Dabei verlor er eine große Zahl von Soldaten sowie - bis auf einen - alle mitgeführten Elefanten. Nach der Passquerung schwächten die Hochwasser führenden Flüsse und die Frühjahrsüberschwemmungen durch die Schneeschmelze seine Streitmacht weiter. Doch die Überraschung war gelungen: die beiden römischen Heere, die noch nicht einsatzbereit waren, hatten den Vormarsch nicht verhindern können und mussten nun der ungehindert Richtung Rom strebenden karthagischen Streitmacht nacheilen. Um den römischen Truppen die Versorgung zu erschweren, ließ Hannibal beim Durchzug die Felder und Bauernhöfe verwüsten - er verfolgte damit eine Politik der verbrannten Erde. Dabei ließ er aber die Stadt Cortona , etwas nördlich des Trasimenischen Sees, unberührt. Sie zog dadurch das Römische Heer als Versorgungsmöglichkeit an.
Buch-Tipp: Das Hannibal-Syndrom. Phänomen Serienmord. Häppchenweise das schiere Grauen Unterm Weihnachsbaum gefunden, etwas überrascht. Dann am ersten Feiertag mal angelesen, weitergelesen. Eben fertig geworden. Meine Güte! Was für Kriminalgeschichten! Ab und zu hab ich nicht glauben wollen, was Menschen sich antun können. Sachlich und spannend erzählt. Ab und zu etwas ungelenk. Insgesamt aber... |
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Durch den intensiven Einsatz von Spähern war Hannibal über alle Truppenbewegungen seiner Gegner sowie das vor ihm liegende Terrain sehr gut informiert. Ein stark bewaldeter Höhenzug, der den Trasimenischen See vom Tiber trennte und dabei ca. einen schmalen Uferstreifen für den Durchzug eines Heeres beließ, nutzte er zur Vorbereitung eines Hinterhalts: er versteckte sich mit seinem Heer entlang des nordöstlichen Ufers auf einer Länge von etwa 10 Kilometern in diesen Wäldern. Das ihm nacheilende Heer des Konsuls Flaminius schlug ein Nachtlager am nördlichen Ufer des Sees auf (der einzig sinnvolle Weg nach der Versorgung in Cortona), ohne dass Kundschafter die Umgebung auf feindliche Truppen durchsuchten. Der Konsul glaubte Hannibal weit vor sich, in dem direkten Vormarsch auf Rom. Vermutlich wollte er seine Truppen, der notwendigen Eilmärsche wegen, ausgiebige Ruhe gönnen. Diese fehlende Vorsicht ließ Hannibals Taktik aufgehen.
Buch-Tipp: Deep Purple. Die Geschichte einer Band Die Geschichte von Purple Ich habe das Buch vor einem Monat geschenkt bekommen. Eigendlich dachte ich, dass ich schon fast alles über meine Lieblingsband weiß. Das Buch hat mich eines besseren belehrt. Jede Menge interessante und nicht bekannte details kann man hier noch über die Herren Glover, Gillan und co. erfahren.
Aber was einige Rezenseten... |
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Schlachtordnung nach Krohmeyers Schlachtenatlas
Am frühen Morgen brachen die Römer das Lager ab und machten sich auf den Weg Richtung Tiber. Ungewöhnlich dichter Nebel lag über dem See und machte es den Hauptleuten unmöglich, den Heerwurm in dem Auge zu behalten. Durch den schmalen Uferbereich mussten die römischen Soldaten hintereinander gehen; das hatte zur Folge, dass sich die Truppen über eine sehr lange Strecke verteilten. In den Wäldern über den römischen Truppen warteten Hannibals Leute, bis sich alle Römer auf dem Marsch entlang dem Seeufer befanden. Dann schlossen sie Zugang und Ausgang.
Von den Höhen stürzten sich die Truppen Hannibals auf die völlig überraschten Römer. Das geschah zeitgleich auf der gesamten Länge der Falle. Die römischen Hauptleute, die durch den Nebel nicht erkennen konnten, was vor sich ging, gaben zu spät den Befehl zur Kampfbereitschaft: die Truppen waren auf einen Marschtag eingerichtet und hatten die Waffen nicht griffbereit. So wurden viele Römer bereits in den ersten Minuten der Schlacht wehrlos getötet. Andere Soldaten, die den ersten Ansturm überstanden hatten, flohen in den See hinein. Das war ihnen aber ca. so weit möglich, wie sie in dem Wasser stehen konnten: zu dem einen verhinderte das schwere Marschgepäck ein Fliehen durch Schwimmen, zu dem Anderen konnten die römischen Soldaten wie die meisten Römer nicht schwimmen. Die Karthager hatten daher die Möglichkeit, die in dem Wasser befindlichen römischen Soldaten systematisch zu töten. Das geschah auch.
Nur in dem vorderen Bereich der Falle konnte eine Vorhut von 6 Tausend römischen Soldaten entkommen. Nachdem sie in dem Kampf am Seeufer nicht mehr benötigt wurde, setzte die karthagische Kavallerie unter Hauptmann Maharbal, die zuvor die Sperre am Ausgang der Falle bildete, den Fliehenden nach und setzte sie nach kurzer Zeit gefangen.
Als Konsul Servilius, der die andere römische Armee leitete, hörte, dass Konsul Flaminius in ein Gefecht verwickelt war - über die Größenordnung des Angriffs war er sich augenscheinlich nicht in dem Klaren - sandte er 4 Tausend Reiter seiner eigenen Armee zur Unterstützung seines Amtskollegen aus. Diese Reiter wurden von Hauptmann Marhabal und seiner Kavallerie abgefangen und ebenfalls vernichtend geschlagen. 2 Tausend römische Reiter starben, die restlichen 2 Tausend Reiter wurden gefangen genommen.
Buch-Tipp: Depeche Mode. Black Celebration Countless feasts laid at my feet, forbidden fruits for me to eat "Walking in my Shoes" wäre wirklich der bessere Titel für das Buch gewesen, ein anderer Leser weiter unten hat es auch angemerkt! Ich finde, man bekommt einen sehr fundierten Eindruck über die Menschen hinter Depeche Mode und versteht nach Lektüre des Buches zwischenmenschliche Zusammenhänge... |
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Von den 25 Tausend Soldaten der Armee des Konsuls Flaminius starben 15.000; 6 Tausend wurden gefangen und 4 Tausend wurden auf der Flucht zerstreut. Damit war das Heer des Konsuls Flaminius, der selbst zu den Toten gehörte, komplett aufgerieben. Die Armee des Consuls Servilius war ihres schlagkräftigsten Truppenteils, der kompletten Kavallerie (4 Tausend Mann), verlustig gegangen und dadurch personell und taktisch schwer geschwächt.
Auf Hannibals Seite gab es 1.500 Tote, die meisten davon Kelten (also Hilfstruppen), die Hannibal vor der Querung der Alpen hatte anwerben können. Seine Hauptarmee blieb fast unbeschadet.
Die römische Armee hatte ihre bis dahin größte Niederlage hinnehmen müssen. Sie blieb aber ca. kurze Zeit die größte Niederlage: in dem Jahr darauf starben bei Cannae, ebenfalls in einer Schlacht gegen Hannibal, 60 Tausend Römer.
Buch-Tipp: Der Himmel über Nirvana. Kurt Cobains Leben und Sterben Klasse Buch Klar, wenn man nicht glauben will dass Kurt Cobain Selbstmord gegangen hat und ein Courtney-Hasser ist, dem wird das Buch nicht gefallen. Dass erläutert wird, was er in seinem letzten Stunden gemacht hat, das findet man auch in vielen anderen Büchern. Dass sein bester Freund Tage vor seinem Tod ihm die Mordwaffe gekauft hat scheint... |
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Hannibal versuchte, die gewonnene Schlacht nicht ca. militärisch, sondern auch politisch zu nutzen. Da er in dem Bereich der Verbündeten Roms agierte bemühte er sich, sie auf seine Seite zu ziehen. Das geschah indem Hannibal die Gefangenen aus Ländern, die zu Roms Verbündeten gehörten, ohne Lösegeldforderungen freiließ. Tatsächlich begann Rom, sich vor solchen abfallenden Bünnispartnern zu fürchten. In dem weiteren Verlauf des Kriegszugs wurde aber deutlich, dass Hannibal selbst das Überlaufen von Roms Verbündeten verhinderte. Er zerstörte bei seinen weiteren Kriegszügen zusätzlich die Felder und Höfe, um seinen Gegnern die Versorgung abzuschneiden. Da dies aber die Felder der Bündnispartner Roms betraf, waren diese ihm natürlich nicht besonders wohl gesonnen. Zusätzlich tötete Hannibal alle wehrfähigen Männer, die ihm in die Hände fielen. Keine einzige Stadt in Umbrien und Etrurien, den betroffenen Gebieten, öffnet Hannibal freiwillig die Tore.
Auch in Rom geschah Wichtiges. Der Senat erklärte, Rom befände sich in einem Staatsnotstand: ein Consul war tot, der Andere nicht erreichbar; die Hälfte des Römischen Heeres war vernichtet und der Feind bedrohte die Stadt Rom. Eine starke Führung schien nötig. Zu dem ersten Mal in seiner Geschichte ernannte Rom einen Alleinherrscher für die Dauer der Staatskrise. Sie nannten dieses Amt, das seit der Stadtgründung für solch einen Fall vorgesehen war, "Dictator". Die Volksversammlung berief Fabius Maximus Verrucosus in dieses Amt, ein Mann, der ruhig und pflichtbewusst diese Aufgabe erfüllte, dem Amt die notwendige Würde und Kraft verlieh und es am Ende der Staatskrise freiwillig zurück in die Hände des Senats gab - ein Idealist, der seine Machtfülle nutzte, aber nicht missbrauchte. Seinem besonnenen, verantwortungsbewussten Handeln verdankte dieses Amt den großen Ruf, der ca. 200 Jahre später die res publica in ihrer alten Form zerstörte: mit den Bürgerkriegen, dem Diktator Sulla und später den Imperatoren wie Augustus, Gaius Iulius Caesar oder Nero.
Buch-Tipp: Ein Leben in eigenen Worten Legenden sterben nie! Habe dass Buch nicht gelesen, sondern verschlungen und bin darin bestätigt was für ein großartiger Künstler Freddie war! Ich kenne einige Interviews mit ihm und kann insofern die zeitliche Eingrenzung abschätzen, was leider im Buch nicht eindeutig hervorgeht. Ist aber auch garnicht so tragisch, denn alle die ihn schätzten... |
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- Der große Ploetz, Zweitausendeins, 32.Auflage, Frankfurt 1998, S.227
- Propyläen Weltgeschichte, Hrsg. Golo Mann und Alfred Heuß, Band 4, Rom und die römische Welt, Propyläen Verlag, Frankfurt 1963, S. 123f
Siehe auch: Liste von Schlachten, Liste von Kriegen
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